Eroc

 

Letzte Aktualisierung: 15.06.2006

 

 

Themen:
Wolkenreise immer noch in den Charts...
Nachlese zum Rechtsstreit

Seitenaktualisierungen:
15.01.2012 - Compilation Wolkenreise II in Arbeit
07.11.2010 - Wolkenreise erneut in den Charts

 

 

Wolkenreise immer noch in den Charts...

 


Radio:

2010 - Wolkenreise platziert sich in den "Top 1000 des Jahres" des SWR auf Platz 678.

2011 - In den "Top 1000" steigt die Wolkenreise um 205 Plätze und landet auf Platz 473.

2012 - Im Oktober schnellte der Titel erneut 308 Plätze nach oben auf Rang 165.

2013 - Weiterhin im ersten Drittel: Wolkenreise diesmal auf Platz 275.

Hier der Link zur kompletten Hitparade von 2012:  SWR Top 1000 (2012)


Radio:

Eroc war am 24.2.2009 auf WDR 2 zu Gast in der Sendung "Musikclub". Thema: die
Kunst des Mastering und Remastering...

Hier die komplette aufgezeichnete Sendung:  WDR 2 - Musikclub 2009-02-24

 

 

      EROC - ehemals Schlagzeuger von

          Grobschnitt und Solokünstler

 


           

 

  

    1975  -  1976  -   1979  -  1982  -  1987

 

Eroc (Joachim H. Ehrig) wurde am 15. November 1951 in Weimar / Thüringen geboren. Ende 1954 zog er mit seinen Eltern nach Oberhausen, 1961 nach Hagen in Westfalen. Dort gründete er 1966 seine Schülerband The Crew, die in den folgenden Jahren die Gegend in und um Hagen unsicher machte. Aus dieser wilden, skandalträchtigen Truppe, die man getrost als die erste Punkband bezeichnen kann, entstand 1971 Grobschnitt, wo Eroc bis 1983 (nicht nur) das Schlagzeug bediente. Parallel dazu forcierte er sein Faible für elektronische Geräte und Tonaufnahmen, was für die Crew und Grobschnitt später sehr wichtig werden sollte und 1975 in seine Solokarriere führte, indem er ganze Produktionen komplett im Playbackverfahren anfertigte. Bis 1986 entstanden fünf Alben, die bei Metronome / Brain auf Vinyl und später auf CD veröffentlicht wurden. Von seiner dritten LP "Eroc 3" (1979) stammt sein bekanntester Hit, das Instrumentalstück "Wolkenreise", das bis heute millionenfach veröffentlicht in Funk und Fernsehen zu hören ist und fast jedem (nicht nur) hierzulande immer noch im Ohr klingt.

                                            

     

         

             

 

 

 

 

    

 

   
   Hier zu hören:
 
  
Die Wolkenreise von Eroc...

 

Gibt es Eroc’s Soloalben optimal remastered auf CD? - Diese Frage wurde seit vielen Jahren immer wieder gestellt. Jenseits der unsäglichen Bootlegs z.B. von Germanophon, schlampig von knisternden LPs kopiert, war nämlich Eroc’s Schaffen für die Freunde des digitalen Superklangs lange Zeit tabu. Das führte zu der skurrilen Situation, dass Rezensionen, wie z.B. die hervorragende Besprechung von Eroc 1 durch Julian Cope vom 20.10.2002 auf dessen Website

                            www.headheritage.co.uk/unsung/reviews/index.php?review_id=630

von Raubkopien erfolgen mussten, was der Verfasser selbst sehr bedauerte und sich die Musik von ganzem Herzen in vernünftiger Klangqualität wünscht. Dieser Wunsch ging 2006 dann endlich in Erfüllung und alle 5 ersten Soloalben erschienen remastered und mit zahlreichen Bonustracks versehen bei Universal Music auf CD.


Im November 2008 erschien dann auch die legendäre Compilation "Wolkenreise", die 1981 von Metronome Music erstmalig auf LP und danach auch kurzzeitig auf CD veröffentlicht worden war, noch einmal bei SPV auf CD.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider wurde der Vertrieb dieses Album aufgrund der Insolvenz von SPV schon Mitte 2009 wieder eingestellt, wodurch die bis dahin verkauften Exemplare einen absoluten Seltenheits- und Kultstatus bekamen, da es sie in dieser Aufmachung nie wieder geben wird.

 

 

Nun gibt es aber endlich gute Nachrichten: Universal Music hat das Album am 25. Mai 2012 noch einmal neu heraus gebracht. Es enthält unter dem Motto "Wolkenreise II - 40 Jahre Eroc und seine Musik" nun insgesamt 20 Titel, die allesamt noch einmal von Eroc selbst per Feinschliff auf absolutes Klangniveau gebracht wurden. Mit dabei sind mehrere, bisher auf CD unveröffentlichte Titel, sowieso die originale Wolkenreise und die Sonntagsfahrt in speziell editierten Radioversionen. Durch eine Gesamtspielzeit von 79:10 wird das technisch Machbare auf CD ausgeschöpft und man erhält fast eine Stunde und 20 Minuten wunderschöner Instrumentalmusik in allerbester Klangqualität...

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eroc - Wolkenreise II  

 

Ab sofort im Handel und auch direkt bei Eroc.

 

 01     Wolkenreise            04:32    

 02     Sonntagsfahrt          03:33

 03     Wolkenreise ’88        03:50

 04     Changing Skies         04:32

 05     Wolkenreise ’98        04:27

 06     Space Shuffle           04:10

 07     Wolkenträume          03:43

 08     Nachtfahrt                04:18

 09     Vogelfrei                  03:54

 10     Fantastico                03:50

 11     Zimperlein                03:39

 12     La Stampa                03:44 

 13     Seitenwind                02:58

 14     Javea                       04:30

 15     Hundertwasser           02:31

 16     Zauberwald               03:45

 

 

 Bonustracks:

 

 17     Radio Puschkino Reloaded      04:36

 18     The Sugar Pie Soundtrack       04:18

 19     Wolkenreise ‘98 / Radio Edit   03:40

 20     Wolkenreise / Radio Edit        03:40            

 

 Total Time: 79:10


 

 

Hier der Trailer zum neuen Album - fünf Minuten "Wolkenreise" zum Entspannen:

 

             Video Wolkenreise 

 

 

Hörproben aus allen Eroc Soloalben hier:

 

         Klangbeispiele

 

 

 

Aus der Hagener Presse vom 17.12.2005:

Hagener Presse

 

 

 

Nachlese zum Rechtsstreit

 


Warum gab es die Eroc-Alben nicht schon längst auf CD…?

Über fünf Jahre prozessierte Eroc gegen Universal, Nachfolger von Metronome und Polydor. Es ging darum, ob seine Werke, die er der Industrie in den 70ern mit speziell gestalteten Verträgen zur Vermarktung auf Vinylplatten übergeben hatte, heute ohne sein Wissen und ohne seine Mitsprache auf der neuen digitalen Nutzungsart CD veröffentlicht werden dürfen, wie es Universal 1998 entgegen der Vereinbarungen versuchte, worauf Eroc nur der Rechtsweg blieb.

Nachdem Eroc die ersten beiden Verhandlungen beim Landgericht und beim Kammergericht Berlin gewonnen hatte, ging der Fall auf Universals Drängen zum Bundesgerichtshof. Ab da warteten Musikindustrie und Justiz mit dubiosen Praktiken auf, die bis hin zu Gesetzesänderungen reichten und in der deutschen Rechtsgeschichte ihresgleichen suchen. Dennoch hielt Eroc in der Rolle des David gegen den Goliath durch und im April 2004 erging das finale Urteil: Erocs Klage wurde aufgrund einer „Nachbesserung“ im Urheberrecht, die die Industrie mit ihren Drahtziehern während des laufenden (!) Prozesses erreicht hatte, abgewiesen. Damit war die Musikindustrie aus dem Schneider und sämtliche Kosten blieben an Eroc hängen. Ein Musterbeispiel von Rechtsverdrehung, das an Bananenrepubliken erinnert: während ein Fall beim höchsten Gericht zwei Jahre lang auf Eis liegt, änderte man einfach den entscheidenden Paragraphen im betreffenden Rechtsbereich, um die Klage zu Fall zu bringen und einen Präzedenzfall zu verhindern. Denn hätte Eroc gewonnen, wären zahlreiche weitere Künstler diesen Weg gegangen, um ihr Recht zu bekommen, was die Industrie gewaltig ins Schwitzen gebracht hätte...

Dann aber sah weder der BGH, der sich „selbst überrascht von der Gesetzesnovelle“ gab und sein Urteil zudem noch auf die völlig unsinnige Tatsache stützte, Eroc habe nicht vorgetragen, Urheber seiner Werke zu sein, noch die Berliner Kammer, die Erocs Kronzeugen vor ihrem finalen „revisionssicheren“ Urteil mit der lapidaren Begründung „der käme jetzt zu spät“ nicht mehr zuließ, noch das Bundesverfassungsgericht, das sich nach einer Beschwerde von Eroc nur ratlos auf „verstrichene Fristen“ und "mangelndes öffentliches Interesse" berief, weiteren Handlungsbedarf angesichts dieser unglaublichen Vorgänge. Was einmal mehr beweist, wie Gerichte hierzulande den Begriff „Rechtsstaat“ ad absurdum führen.

 

Nachtrag 2009:

Desinteresse und Inkompetenz sind noch milde Umschreibungen für diese Dinge. Was in der deutschen Rechtsprechung mitunter passiert, ist schlichtweg ein Witz. In exakt gleicher Sache (Auswertung alter Werke auf neuer, seinerzeit unbekannter Nutzungsart) bekam der Sohn von Harald Reinl, bekannt geworden u.a. durch seine Winnetou-Filme in den 60ern, vom Kölner Landgericht jetzt in zweiter Instanz Recht. Die damals auf Celluloid-Film entstandenen und vertriebenen Werke dürfen somit heute ohne seine Genehmigung nicht auf der neuen Nutzungsart DVD vermarktet werden, denn die "Nutzung neuer Wiedergabetechniken ist dem Werkschöpfer vorbehalten". 

Nahezu der gleiche Fall wie bei Eroc. Nur halt ein Urteil zugunsten des Urhebers. Es darf gespannt abgewartet werden, was sich jetzt die Industrie bzw. die ihr hörige Rechtsmafia einfallen lässt, um das wieder zu kippen...

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Das ist alles so unglaublich peinlich. Deswegen hier zum Abschluss mal ein einfaches und schönes Thema:

 

 

Kein Drucker druckt mit sauer Bier,

drum kauft man Tinte günstig hier:

 tintenalarm.de

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