Eroc

 

Letzte Aktualisierung: 15.06.2006

 

 

Themen:
Endlich: Alle Eroc-Alben auf CD…
Remixes der Wolkenreise
Nachlese zum Rechtsstreit

Seitenaktualisierungen:
17.10.2008 - Endlich: Alle Eroc-Alben auf CD
15.06.2006 - Neue Klangbeispiele

 

 

Endlich: Alle Eroc-Alben auf CD…

 

Radio:

EROC war am 24.2.2009 auf WDR 2 zwischen 21:00 und 22:00 Uhr zu Gast in der Sendung "Musikclub". Thema: Die Kunst des Mastering und Remastering...

Hier die aufgezeichnete Sendung: 

WDR 2 - Musikclub 2009-02-24

 

 


    EROC - ehemals Schlagzeuger von

         Grobschnitt und Solokünstler


            

        1975 - 1976 - 1979 - 1982 - 1986

Eroc (bürgerl. Name Joachim Heinz Ehrig) wurde am 15. November 1951 in Weimar / Thüringen geboren. 1955 siedelte er nach Oberhausen um, 1961 nach Hagen in Westfalen. Dort gründete er 1966 die Schülerband The Crew, die in den folgenden Jahren die Gegend in und um Hagen unsicher machte. Aus dieser wilden, skandalträchtigen Truppe, die man getrost als die erste Punkband bezeichnen kann, entstand 1971 Grobschnitt, wo Eroc bis 1983 (nicht nur) das Schlagzeug bediente. Parallel dazu forcierte er sein Faible für elektronische Geräte und Tonaufnahmen, was für die Crew und Grobschnitt später sehr wichtig werden sollte und 1975 in eine eigene Solokarriere führte, indem er ganze Produktionen komplett im Playbackverfahren anfertigte. Bis 1986 entstanden fünf Alben, die bei Metronome / Brain auf Vinyl veröffentlicht wurden. Von seiner dritten LP "Eroc 3" (1979) stammt sein bekanntester Hit, das Instrumentalstück "Wolkenreise", das bis heute millionenfach veröffentlicht in Funk und Fernsehen zu hören ist und fast jedem (nicht nur) hierzulande immer noch im Ohr klingt.

                                            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         Hier zu hören ->  Die Wolkenreise von Eroc...

 


Und wann erscheinen Eroc’s Soloalben endlich optimal remastered auf CD? - Diese Frage wurde seit vielen Jahren immer wieder gestellt. Jenseits der unsäglichen Bootlegs z.B. von Germanophon, schlampig von knisternden LPs kopiert, war nämlich Eroc’s Schaffen für die Freunde des digitalen Superklangs lange Jahre tabu. Das führte zu der skurrilen Situation, dass Rezensionen, wie z.B. die hervorragende Besprechung von Eroc 1 durch Julian Cope vom 20.10.2002 auf dessen Website...

                                 www.headheritage.co.uk/unsung/reviews/index.php?review_id=630

...von Raubkopien erfolgen mussten, was der Verfasser selbst sehr bedauerte und sich die Musik von ganzem Herzen in vernünftiger Klangqualität wünscht. Dieser Wunsch ging 2006 dann endlich in Erfüllung.

 

Im November 2008 erschien nun auch die legendäre Compilation "Wolkenreise" auf CD, ein Querschnitt aus Eroc's Soloalben, der bereits 1983 bei Metronome auf LP veröffentlicht wurde. Die neue CD enthält zudem vier Bonustitel, drei davon vom Album "Changing Skies" plus eine bisher unveröffentlichte Maxi-Version der originalen Wolkenreise von 1978 aus Eroc's Archiv. 


Alle Tracks wurden im Sommer 2008 von Eroc mit absoluter Spitzentechnologie von den originalen Tonbändern remastered und stellen heute wie damals Referenzen in puncto Klangqualität dar. Dieses Album wird sich sehr schnell zum Favoriten ungezählter alter und neuer Fans entwickeln. Egal ob beim Autofahren, beim Computern oder einfach zum stillen Genießen - Eroc's Instrumentalmusik hat nichts von ihrer Faszination verloren. Ganz im Gegenteil...

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EROC

 

"Wolkenreise"

 

VÖ Europe:             17.11.2008

CD Kat. Nr.:            306002

SPV Preiscode::    087

EAN Code:              693723060026

Format:                    CD Album

Genre:                      Kraut-Rock                 

 

 

 

Und seit 2006 gibt es auch die 5 Soloalben von Eroc auf CD:


 Eroc Cover

Eroc Cover
 
Eroc CD3

Eroc 4

Eroc 5

Jede CD von den Originalbändern remastered und

von Eroc handsigniert nur hier:

eroc@eroc.de

 Hörproben aus diesen CDs unter Klangbeispiele

 

  

 

Aus der Hagener Presse vom 17.12.2005:

Hagener Presse

 

 

 

Remixes der Wolkenreise

 


Von über 20 neuen Cover-Versionen der „Wolkenreise“ finden sich sechs auf der CD Eroc 3:

Feuerwolken (4’41)von Eroc selbst, Stil: Dance

Journey Of The Clouds (3:39)von Ginko Garden alias Eddy F. Müller, Stil: Ambient

Wolkenträume (3:42)von Yomano alias Volker „Mist“ Kahrs, ehem. Keyboarder bei Grobschnitt, Stil: Trance

Signs In The Sky (4:08)von Bubi Hönig, ehem. Gitarrist bei Extrabreit und Green, Stil: Fusion Rock

Chilly Clouds (4:23)von Charly McLion, Elektronikspezialist aus Aachen, Stil: Chill Out

Bad Girl (2:46)von Mario Gericke, ehem. Dun Es Tak, heute Potentia Animi, Stil: Thrash

 

 

 

Nachlese zum Rechtsstreit

 


Warum gab es die Eroc-Alben nicht schon längst auf CD…?

Über fünf Jahre prozessierte Eroc gegen Universal, Nachfolger von Metronome und Polydor. Es ging darum, ob seine Werke, die er der Industrie in den 70ern mit speziell gestalteten Verträgen zur Vermarktung auf Vinylplatten übergeben hatte, heute ohne sein Wissen und ohne seine Mitsprache auf der neuen digitalen Nutzungsart CD veröffentlicht werden dürfen, wie es Universal 1998 entgegen der Vereinbarungen versuchte, worauf Eroc nur der Rechtsweg blieb.

Nachdem Eroc die ersten beiden Verhandlungen beim Landgericht und beim Kammergericht Berlin gewonnen hatte, ging der Fall auf Universals Drängen zum Bundesgerichtshof. Ab da warteten Musikindustrie und Justiz mit dubiosen Praktiken auf, die bis hin zu Gesetzesänderungen reichten und in der deutschen Rechtsgeschichte ihresgleichen suchen. Dennoch hielt Eroc in der Rolle des David gegen den Goliath durch und im April 2004 erging das finale Urteil: Erocs Klage wurde aufgrund einer „Nachbesserung“ im Urheberrecht, die die Industrie mit ihren Drahtziehern während des laufenden (!) Prozesses erreicht hatte, abgewiesen. Damit war die Musikindustrie aus dem Schneider und sämtliche Kosten blieben an Eroc hängen. Ein Musterbeispiel von Rechtsverdrehung, das an Bananenrepubliken erinnert: während ein Fall beim höchsten Gericht zwei Jahre lang auf Eis liegt, änderte man einfach den entscheidenden Paragraphen im betreffenden Rechtsbereich, um die Klage zu Fall zu bringen und einen Präzedenzfall zu verhindern. Denn hätte Eroc gewonnen, wären zahlreiche weitere Künstler diesen Weg gegangen, um ihr Recht zu bekommen, was die Industrie gewaltig ins Schwitzen gebracht hätte...

Dann aber sah weder der BGH, der sich „selbst überrascht von der Gesetzesnovelle“ gab und sein Urteil zudem noch auf die völlig unsinnige Tatsache stützte, Eroc habe nicht vorgetragen, Urheber seiner Werke zu sein, noch die Berliner Kammer, die Erocs Kronzeugen vor ihrem finalen „revisionssicheren“ Urteil mit der lapidaren Begründung „der käme jetzt zu spät“ nicht mehr zuließ, noch das Bundesverfassungsgericht, das sich nach einer Beschwerde von Eroc nur ratlos auf „verstrichene Fristen“ und "mangelndes öffentliches Interesse" berief, weiteren Handlungsbedarf angesichts dieser unglaublichen Vorgänge. Was einmal mehr beweist, wie Gerichte hierzulande den Begriff „Rechtsstaat“ ad absurdum führen.

 

Nachtrag 2009:

Desinteresse und Inkompetenz sind noch milde Umschreibungen für diese Dinge. Was in der deutschen Rechtsprechung mitunter passiert, ist schlichtweg ein Witz. In exakt gleicher Sache (Auswertung alter Werke auf neuer, seinerzeit unbekannter Nutzungsart) bekam der Sohn von Harald Reinl, bekannt geworden u.a. durch seine Winnetou-Filme in den 60ern, vom Kölner Landgericht jetzt in zweiter Instanz Recht. Die damals auf Celluloid-Film entstandenen und vertriebenen Werke dürfen somit heute ohne seine Genehmigung nicht auf der neuen Nutzungsart DVD vermarktet werden, denn die "Nutzung neuer Wiedergabetechniken ist dem Werkschöpfer vorbehalten". 

Nahezu der gleiche Fall wie bei Eroc. Nur halt ein Urteil zugunsten des Urhebers. Es darf gespannt abgewartet werden, was sich jetzt die Industrie bzw. die ihr hörige Rechtsmafia einfallen lässt, um das wieder zu kippen...

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Das ist alles so unglaublich peinlich. Deswegen hier zum Abschluss mal ein einfaches und schönes Thema:

 

 

Kein Drucker druckt mit saurem Bier,

drum kauft man Tinte günstig hier:


Druckerpatronen

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