Eroc

 

Letzte Aktualisierung: 11.05.2007

 

 

Themen:
Neuigkeiten aus dem CAE-Archiv
Radio Canadian Army Europe (CAE)

Seitenaktualisierungen:
10.04.08 Neues Klangbeispiel
14.05.07 CAE aktuell: Texas Heinz ist tot

Interviews:
Tex Interview
Radio CAE im Dornröschenschlaf
Louie Interview

 

 

Neuigkeiten aus dem CAE-Archiv

 


Wir trauern um unseren Freund und Kollegen "Texas" Heinz Gunnesson. Er verstarb plötzlich am 11. Mai 2007 im Alter von 79 Jahren in Köln. Tex, wie er von allen nur genannt wurde, hat als Cheftechniker die Geschichte von Radio CAE vom Anfang bis zum Ende miterlebt und mit geprägt. Nach dem Ende von Radio CAE ging er 1971 zum britischen Soldatensender BFBS und fand dort für viele weitere Jahre eine Aufgabe, die ihn voll erfüllte. Sein offenes, fröhliches Wesen wird allen, die ihn kennen und lieben lernten, immer in unvergesslicher Erinnerung bleiben.

Noch im März 2007 nahm er am jährlichen Veteranentreffen des BFBS teil, von dem die nachfolgenden Bilder stammen. Er war einer der Mittelpunkte des Abends und mehr als einmal hörte man sein unvergessliches, fröhliches "Holy Smoke"...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
"Texas" Heinz Gunneson und Richard Astbury vom BFBS, März 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marlene und Heinz Gunnesson beim BFBS Veteranentreffen in Köln, März 2007

 

********************************************************************************************************

 

 

 

Radio Canadian Army Europe (CAE)

 

 

Radio CAEAls Ende der 40’er die Rundfunklandschaft in der Bundesrepublik neu entstand, gab es einen ganz entscheidenden Impuls: die Radiostationen der Alliierten.

Allen voran der amerikanische AFN, hauptsächlich in Süddeutschland vertreten, gefolgt vom englischen BFN (später BFBS) im nordwestdeutschen Raum, sowie einigen kleineren „Exoten“ für kanadische, französische und belgische Streitkräfte.

Allen diesen Stationen war eines gemeinsam: sie brachten aktuelle Musik und Unterhaltung in bewährten Programmstrukturen in die kulturelle deutsche Nachkriegswüste. Wer etwas Englisch konnte, war schnell in den Bann des lockeren Stils dieses „direkten Radios“ gezogen, das jahrzehntelang auch die Entwicklung der musikalischen Jugendkultur prägen sollte. So sehr sich auch seinerzeit die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten um modernes Profil bemühten; wer wirklich „in“ sein wollte, hörte „Soldatensender“, sofern er sie empfangen konnte.

Deckte der AFN den größten Teil Deutschlands mit starken Mittelwellensendern ab, die auch heute noch zum Teil in Betrieb sind, setzte BFN nach ersten kleineren Provisorien bald auf das neue Hochfrequenzband UKW, das mit geringerem technischen Aufwand zwar begrenzte Reichweiten, jedoch eine viel bessere Tonqualität ermöglichte.Top

Eine kleine UKW-Station, die sich im Nachhinein als einer der beliebtesten „Exoten“ erweisen sollte, war „Radio Canadian Army Europe“, abgekürzt CAE, der Sender für die kanadischen Streitkräfte in Westfalen. Am Ostrand des Ruhrgebiets, in der Nähe des alten Hansestädtchens Werl gelegen, erreichte man trotz einer verhältnismäßig geringen Sendeleistung von 250 Watt einen potentiellen Hörerkreis von mehreren Millionen Menschen.