CAE
 

Letzte Aktualisierung: 15.06.2002

 
 

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Ein Deutscher als Ansager bei Radio CAE

 
 


Wolfgang Zschauer arbeitete von April bis Juni 1969 als Übersetzer für englische und kanadische Autohändler und deren Kundschaft in Lippstadt. Manchmal kam es vor, dass er Neuwagen nach Werl überführen musste. So kam er mit Radio CAE in Kontakt, ein Mitarbeiter zeigte ihm die Station und stellte ihn dem gerade anwesenden Personal vor. Später durfte er den Sender dann ohne kanadische Begleitung besuchen, wann immer er wollte. So kam es, dass er eines Abends von einem Sprecher aufgefordert wurde, ins Studio zu kommen, um in einer Sendung mitzuwirken. Hier sein Bericht:

Ich  interessierte mich hauptsächlich für  das Technische, z.B. den Sendeablauf, das Zusammenspiel zwischen Tontechnik und Moderator, die Einspielung von Nachrichten usw. Der Techniker Heinz Gunnarson erklärte mir alles geduldig und haarklein, wobei man nicht verstand, wieso jemand sich so sehr dafür interessieren konnte, denn für die Mitarbeiter des Senders war es "nur ein Job", der sehr gut und mit viel Freude gemacht wurde. Plötzlich gegen Mitternacht bat mich der Ansager Ed Melanson ins Studio, das hinter den Plattenspielern zu sehen ist (Bild 3). Es gab zwei Studios, und dieses war nur durch den Kontrollraum zu betreten. Gleichzeitig wurden aus dem anderen Studio von einem Soldaten (möglicherweise einem Geistlichen) die üblichen mitternächtlichen Segenswünsche an die Zuhörer gerichtet, das dauerte ca. 5 Minuten.

Um 00.05 Uhr morgens ging dann "Night Piquet" auf Sendung. Im Wechsel mit Ed durfte ich sowohl Musiktitel ansagen als auch Privates in englisch und deutsch an die Zuhörerschaft richten. Vorher hatte er mich der Zuhörerschaft vorgestellt und gesagt, dass er die Sendung heute ausnahmsweise einmal nicht alleine moderieren würde. Ich war völlig perplex, weil das alles ganz spontan geschah. Erst im Nachhinein, als wir nach der Sendung aus dem Studio kamen, hatte ich begriffen, was da eigentlich abgelaufen war. Beide, der Sprecher und Heinz Gunnarson waren voll des Lobes, besonders auch über meine sehr guten Englischkenntnisse und dass ich angeblich kein Lampenfieber gehabt hätte - kein Aussetzer, kein Stotterer und kein Verhaspeln.top

Die Bilder entstanden anläßlich eines späteren Besuches, bei dem ich mit der gleichen Mannschaft erneut ein Grußwort an unsere gemeinsamen Freunde und Bekannten richten durfte. Ich hoffe, dass ich etwas helfen konnte - weil die Erinnerungen wieder alle wunderbar wach und klar werden...
 

 

Die letzten vier Stunden

 
 


Die letzten vier Sendestunden („The last four hours of broadcasting from Radio CAE") am 18. Oktober 1970 brachten noch einmal viel Musik, Wissenswertes aus der Geschichte des Senders und zahlreiche Interviews mit Beteiligten aus allen Dekaden. Diese Sendung kann komplett auf 4 CD's (jede Stunde auch einzeln) bestellt werden unter info@eroc.de

Weitere CAE-Sendungen wie „Pops On Parade", „Music In The Night", „Teen Time" und andere auf Anfrage.top

Preis pro CD: EUR 20,-

Paketpreis 4 CD's: EUR 75,- (einschließlich Verpackung und Versand Inland)