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CAE Mast

Aktuell 2016

 

Vor 46 Jahren endete der Sendebetrieb von Radio CAE in Werl, Germany.

 

Am Sonntag den 18. Oktober 1970 machte Stationmanager Barclay McMillan um Mitternacht seine letzte Ansage in deutsch, französisch und englisch.

 

Danach hörte man die kanadische Nationalhymne.

 

Dann schaltete "Texas" Heinz Gunnesson den 250 Watt UKW Sender für immer ab...

 

 

CAE SenderAls Ende der 40er die Rundfunklandschaft in Deutschland neu entstand, gab es einen entscheidenden Impuls: die Sender der Alliierten für ihre Soldaten.

Allen voran der amerikanische AFN, hauptsächlich in Süddeutschland vertreten, gefolgt vom englischen BFN (später BFBS) im nordwestdeutschen Raum, sowie einigen kleineren Exoten für die kanadischen, französischen und belgischen Streitkräfte.

All diesen Stationen war eines gemeinsam: sie brachten aktuelle Musik und Unterhaltung in flotten Programmstrukturen in die kulturelle deutsche Nachkriegswüste. Wer etwas Englisch konnte, war sofort in den Bann des lockeren Stils dieses direkten, lebendigen Radios gezogen, das Jahrzehnte lang auch die Entwicklung der musikalischen Jugendkultur prägen sollte. So sehr sich seinerzeit die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten um modernes Profil bemühten - wer wirklich "in" sein wollte, hörte die Soldatensender, sofern er sie empfangen konnte.

Deckte der AFN den größten Teil Deutschlands mit 49 Mittelwellensendern ab, von denen der letzte erst im Frühjahr 2016 abgeschaltet wurde, setzte der BFN nach ersten Provisorien bald auf das neue Hochfrequenzband UKW, das mit geringerem technischen Aufwand zwar begrenzte Reichweiten, jedoch eine viel bessere Tonqualität ermöglichte. BFBS ist heute noch in Teilen von NRW und Niedersachsen auf UKW on the air.

Eine kleine UKW-Station, die sich im Nachhinein als einer der beliebtesten Exoten erweisen sollte, war Radio Canadian Army Europe (Radio CAE), von 1956 bis 1970 der Sender für die kanadischen Streitkräfte in Westfalen. Auf einem Hügel am Ostrand des Ruhrgebiets nahe dem alten Hansestädtchen Werl gelegen, erreichte man trotz einer verhältnismäßig geringen Sendeleistung von 250 Watt das gesamte Münsterland, das Ruhrgebiet bis fast an den Rhein und das nördliche Sauerland und hatte somit einen potentiellen Hörerkreis von mehreren Millionen Menschen.

 

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